Samstag, 6. Juni 2015

Wie ich zum Nähen kam

Spannende Sache.

Theoretisch nähe ich schon seit Ende 2008. Kurz vor der Geburt unserer Tochter musste ich mir unbedingt eine Nähmaschine zulegen. Heute schiebe ich es auf den Nestbautrieb, denn mehr als zwei Mal ausprobiert habe ich sie nicht.

Im Februar 2013, fast 18 Monate nach der Geburt unserer Sohnes, saß ich mit zwei Freundinnen zusammen. Eine bekam einen Loop geschenkt, Fleece mit Baumwolle. In diesem Moment machte es bei mir ganz laut Klick, ich fuhr nach Hause und bestellte eine Nähmaschine.

Die Lieferung ging blitzschnell, also hechtete ich zum Discounter und kaufte eine Wachstuchtischdecke. Von Wachstuch hatte ich in einem Freebook gelesen. Das Design war das Schönste, das da war. Wirklich.

Stoff besaß ich natürlich nicht. Stoff hatte ich mal im zarten Alter von 15 in einem großen Kaufhaus für Karneval gekauft. Ich hatte aber einen Vorhang... Könnt ihr euch denken, was dann passiert ist? Richtig, ich habe den Vorhang zerschnitten. In Utensiloform. Es war schon spät und ich war ziemlich aufgeregt.

Die Maschine ratterte und es nahm tatsächlich Form an.





Heute kann ich Wendeöffnungen richtig schließen. Hier sieht man auf jeden Fall ein gutes Beispiel, wie man es nicht machen sollte!

Ich war so mächtig stolz auf  mein erstes Werk. Niemals habe ich mich für Handarbeit interessiert, heute lässt es mich nicht mehr los.




Seit diesem Abend und dem Utensilo im Schnellverfahren sind etliche Meter an Stoff unter meine Maschinen geraten und wurden mit kilometerweise Garn zu tollen Sachen genäht.

Ich bin immer noch beeindruckt, wie schnell man aus einem Stück Stoff tolle Sachen nähen kann. Und vor allem, wie schnell man etwas lernen kann, wenn man will!

Genug der Worte, ran an die Stoffe!

Wie seid ihr denn eigentlich zum Nähen gekommen?

Habt einen schönen Tag!

Simone


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen